Übersicht

über unser Fortbildungsangebot der 2-tägigen Regelfortbildung für Fachkräfte für Betreuung (Alltagsbegleiter) gemäß § 53c SGB XI
(ehemals § 87b bzw. § 45b SGB XI)

IMG_0180Fachkräfte für Betreuung müssen jährlich an einer Pflichtfortbildung (16 Std.) teilnehmen, um stets für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit gut gerüstet zu sein.

Diese Verpflichtung ergibt sich aus der Betreuungskräfte-Richtlinie.
[siehe § 4 (4) der Richtlinien nach § 53c SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen (Betreuungskräfte-RL) vom 19.08.2008 in der Fassung vom 23.11.2016]

Unterrichtszeiten:
2 Tage: jeweils von 08:30 bis 15:00 Uhr

Kursgebühren:
160,00 Euro (Kann ggf. vom Jobcenter bzw. Agentur für Arbeit übernommen werden)

Folgende Fortbildungen für Fachkräfte für Betreuung gemäß § 53c SGB XI bieten wir zur Erfüllung dieser verpflichtenden Aktualisierung an:

(Hier die Informationen und Anmeldeformular im pdf-Format)

Kursdatum Fortbildungsthema
21.01. – 22.01.2019 Validation nach Feil / Richard
Die Validation ist sowohl eine Methode als auch eine Haltung im Umgang mit Menschen mit Demenz, die vor allem in der Altenpflege, aber auch in der Sozialen Arbeit anzutreffen ist. Aufgrund des Verlustes des Kurzzeitgedächtnisses und anderer altersbedingter Beeinträchtigungen verlieren die alten Menschen die Kontrolle über die verdrängten Lebensinhalte und kehren symbolisch gesehen in ihre Vergangenheit zurück. Wer mit Einfühlungsvermögen und besonderen verbalen und nonverbalen Kommunikationstechniken in die Schuhe des anderen tritt, kann die Gründe für das manchmal nicht nachvollziehbare Verhalten alter Menschen erfahren und verstehen. Die klassische Validation nach Feil forscht nach der Ursache des veränderten Verhaltens des dementen Menschen, während Richard mehr das Gefühl im jeweiligen Moment in den Vordergrund stellt.
 25.03. – 26.03.2019Bereits ausgebucht! Verwirrt nicht die Verwirrten“ – Einführung in das psychobiographische Pflegemodell von Prof. Erwin Böhm
Betreuungssituationen, in denen eine an Demenz erkrankte Person so in seiner Welt gefangen ist, ohne dass wir einen Zugang finden können, um Stütze und Weggefährte sein zu können. Prof. Erwin Böhm verfolgt den Ansatz, die Lebensbiografie anhand seiner emotionalen Bedeutung zu erfassen und als Schlüssel zum (andersartigen) Menschen zu nutzen.
27.05. – 28.05.2019Bereits ausgebucht! „Personzentrierter Ansatz von Tom Kitwood“
Wie können wir der dementen Bewohnerin helfen?“ Diese täglich gestellte Frage führt uns schnell auf den falschen „Betreuungs-Weg“: Ist der Hauptaspekt dieser Bewohnerin tatsächlich, dass diese dement ist? Oder … dass diese die Rolle einer Bewohnerin erfüllen muss?? Tom Kidwood betont hingegen, dass zuerst die Person in Ihrer Einzigartigkeit gesehen werden muss, bevor man dann weiter überlegt, ob eine Beeinflussung / Manipulation (wir nennen es „Helfen“) wirklich angemessen ist. Hintergründe zu Kidwoods Ansatz und Analyse von alltagstypischen Situationen werden in den beiden Tagen praxisnah vermittelt.
 26.08. – 27.08.2019 „Du hast mir weh getan!“ Gewalt in Pflege- und Betreuungssituationen
Täglich gestalten wir den Lebensalltag unserer Klienten / Bewohner kreativ und liebevoll. Und manchmal werden unsere Bemühungen lieblos herabgewürdigt. Statt sich in das eigene Schneckenhaus der persönlich empfundenen Verletzung zurückzuziehen, könnte ein aktiver Umgang mit diesem Phänomen helfen, diese Reaktionsvariante des (nicht nur dementiell veränderten) Menschen zu verstehen, ihr angemessen zu begegnen oder solche Situationen schon im Vorfeld zu deeskalieren.
 28.10. – 29.10.2019 Sterbebegleitung
Die deutsche Besonderheit der Sterbebegleitung von Menschen mit Demenz liegt in der Ablösung der kognitivsprachlichen Begleitung durch eine verstärkt symbolische und nonverbale Kommunikation und in der Berücksichtigung einer intensiven und vielschichtigen Angehörigenarbeit. Eine Haltung des Zutrauens verändert den Blick und die Praxis in der Sterbebegleitung von Menschen mit Demenz.
25.11. – 26.11.2019 Einführung in das Konzept „Snoezelen“/Basale Stimulation
Das Wort „Snoezelen“ ist eine Wortbildung aus den beiden holländischen Worten „snuffelen“ (schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“ (dösen, schlummern). Snoezelen ist ein Angebot für alle Menschen, die Entspannung und Ruhe, aber auch eine neue Anregung suchen. Alle Sinne werden hier über verschiedenes Material stimuliert; das Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken. Entweder einzeln oder in Kombination – je nach Wunsch und Vorlieben.

Kalender

Juli 2019
M D M D F S S
« Apr    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031