Übersicht

über unser Fortbildungsangebot der 2-tägigen Regelfortbildung für Fachkräfte für Betreuung (Alltagsbegleiter) gemäß § 53c SGB XI
(ehemals § 87b bzw. § 45b SGB XI)

IMG_0180Fachkräfte für Betreuung müssen jährlich an einer Pflichtfortbildung (16 Std.) teilnehmen, um stets für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit gut gerüstet zu sein.

Diese Verpflichtung ergibt sich aus der Betreuungskräfte-Richtlinie.
[siehe § 4 (4) der Richtlinien nach § 53c SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen (Betreuungskräfte-RL) vom 19.08.2008 in der Fassung vom 23.11.2016]

Unterrichtszeiten:
2 Tage: jeweils von 08:30 bis 15:00 Uhr

Unterrichtsort:
Lehrzentrum Sturm, Drieschweg 9, 53604 Bad Honnef

Kursgebühren:
160,00 Euro (Kann ggf. vom Jobcenter bzw. Agentur für Arbeit übernommen werden)

Folgende Fortbildungen für Fachkräfte für Betreuung gemäß § 53c SGB XI bieten wir zur Erfüllung dieser verpflichtenden Aktualisierung an:

(Hier die Informationen und das Anmeldeformular im pdf-Format)

Kursdatum Fortbildungsthema
29.01. – 30.01.2018 Erinnerungsarbeit
In der Begleitung alter Menschen spielen lebensgeschichtliche Gespräche mit dem Schwerpunkt Erinnerungsarbeit eine zentrale Rolle. Sie können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Verbindung zur Außenwelt aufrecht zu erhalten, die Gegenwart besser zu gestalten, Anregungen für »Hirn, Herz und Körper« zu bieten und dem Gefühl sozialer Isolation vorzubeugen. Darüber hinaus ermöglichen sie eine Abrundung der Lebensgeschichte und können zu einer Steigerung des subjektiven Wohlbefindens beitragen.
26.03. – 27.03.2018 „Verwirrt nicht die Verwirrten“ – Einführung in das psychobiographische Pflegemodell von Prof. Erwin Böhm Immer wieder erleben wir Betreuungssituationen, in denen eine an Demenz erkrankte Person so in seiner Welt gefangen ist, ohne dass wir einen Zugang finden können, um Stütze und Weggefährte sein zu können. Prof. Erwin Böhm verfolgt den Ansatz, die Lebensbiografie anhand seiner emotionalen Bedeutung zu erfassen und als Schlüssel zum (andersartigen) Menschen zu nutzen.
28.05. – 29.05.2018 Einführung in das Konzept „Snoezelen“
Das Wort „Snoezelen“, ist eine Wortschöpfung aus den beiden holländischen Worten „snuffelen“(schnüffeln, schnuppern) und „doezelen“(dösen, schlummern).Snoezelen ist ein Angebot für alle Menschen, die Entspannung und Ruhe, aber auch neue Anregungen suchen. Alle Sinne werden hier über verschiedenes Material stimuliert: das Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken – entweder einzeln oder in Kombination – je nach Wunsch und Vorlieben.
 02.07. – 03.07.2018  Personzentrierter Ansatz von Tom Kitwood
Wie können wir der dementen Bewohnerin helfen?“ Diese täglich gestellte Frage führt uns schnell auf den falschen „Betreuungs-Weg“: Ist der Hauptaspekt dieser Bewohnerin tatsächlich, dass diese dement ist? Oder … dass diese die Rolle einer Bewohnerin erfüllen muss?? Tom Kidwood betont hingegen, dass zuerst die Person in Ihrer Einzigartigkeit gesehen werden muss, bevor man dann weiter überlegt, ob eine Beeinflussung / Manipulation (wir nennen es „Helfen“) wirklich angemessen ist. Hintergründe zu Kidwoods Ansatz und Analyse von alltagstypischen Situationen werden in den beiden Tagen praxisnah vermittelt.
 24.09. – 25.09.2018 „Du hast mir weh getan!“ Gewalt in Pflege- und Betreuungssituationen
Täglich gestalten wir den Lebensalltag unserer Klienten / Bewohner kreativ und liebevoll. Und manchmal werden unsere Bemühungen lieblos herabgewürdigt. Statt sich in das eigene Schneckenhaus der persönlich empfundenen Verletzung zurückzuziehen, könnte ein aktiver Umgang mit diesem Phänomen helfen, diese Reaktionsvariante des (nicht nur dementiell veränderten) Menschen zu verstehen, ihr angemessen zu begegnen oder solche Situationen schon im Vorfeld zu deeskalieren.
 05.11. – 06.11.2018 Einführung in die Milieutherapie
Milieu bezeichnet die soziale Umgebung einer Person, durch die auch ihr Denken und Handeln geprägt ist. Mit der Milieugestaltung wird versucht, Menschen mit Demenz Sicherheit und Selbstwertgefühl zu vermitteln. Schlechte Umgebung kann krank und unglücklich machen. Die Umkehrung diese Gedanken gilt genauso. Eine schöne, reizvolle Umgebung und nette Gesellschaft machen zufrieden, glücklich und gesund.

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