Regelfortbildung für Betreuungskräfte
gemäß § 53c SGB XI

(ehemals § 87b Abs. 3 SGB XI)

Die regelmäßige Fortbildung laut den gesetzlichen Vorgaben für Betreuungskräfte gemäß §§ 43b, 53c SGB XI umfasst mindestens einmal jährlich eine zweitägige Fortbildungsmaßnahme. Ziel ist die Auffrischung und Vertiefung des vermittelten Wissens der Betreuungstätigkeit sowie Reflektion der beruflichen Praxis.

Dauer: 16 Unterrichtseinheiten
Kosten: 160,00 € pro TeilnehmerIn bzw. Teilnehmer
Abschluß: Teilnahmebescheinigung
Schulungsort: Lehrzentrum Sturm, Drieschweg 9, 53604 Bad Honnef 

 „Verwirrt nicht die Verwirrten“ – Einführung in das psychobiographische Pflegemodell von Prof. Erwin Böhm

Immer wieder erleben wir Betreuungssituationen, in denen eine an Demenz erkrankte Person so in seiner Welt gefangen ist, ohne dass wir einen Zugang finden können, um Stütze und Weggefährte sein zu können.
Prof. Erwin Böhm verfolgt den Ansatz, die Lebensbiografie anhand seiner emotionalen Bedeutung zu erfassen und als Schlüssel zum (andersartigen) Menschen zu nutzen. An diesen beiden Tagen stellen wir Böhms Psychografisches Pflegemodell vor und machen biografische Daten erlebbar.

(Hier die Informationen und das Anmeldeformular im pdf-Format)

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Gern können Sie uns per Telefon (02224-9874963) oder per email (lehrzentrum-sturm@t-online.de ) erreichen.

Inhouse-Schulungen sind ab mindestens 10 Teilnehmer möglich.
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Themenangebote: (Auch hier zum Download)

Thema A) „Wer rastet der rostet“ Bedeutung des Seniorensports
Sprichwörter bringen Alltagsweisheiten auf den Punkt, ohne diese zu banalisieren.
Auch und gerade der ältere Mensch kann erleben, wie wenig banal die fortschreitende Einschränkung die Mobilität seine Lebensqualität beeinflusst.
An diesen beiden Tagen möchten wir Ihnen verdeutlichen, welche positiven Auswirkungen auf Psyche, Motorik und Sozialverhalten möglich sind, indem verschiedene Möglichkeiten des motorischen Erlebens vorgestellt und in praktischen Übungen nachvollzogen werden können.

Thema B): „Du hast mir weh getan!“ Gewalt in Pflege- und Betreuungseinrichtungen
Jeden Tag versuchen wir erneut, einen kleinen Sonnenstrahl für die uns anvertrauten Menschen zu zaubern. Und manchmal werden unsere Bemühungen lieblos herabgewürdigt. Statt sich in das eigene Schneckenhaus der persönlich empfundenen Verletzung zurückzuziehen, könnte ein aktiver Umgang mit diesem Phänomen helfen, diese Reaktionsvariante des (nicht nur dementiell veränderten) Menschen zu verstehen, ihr angemessen zu begegnen oder solche Situationen schon im Vorfeld zu deeskalieren.
In den beiden Tagen können Sie einerseits sich selbst reflektieren, warum Sie evtl. auf solche Kränkungen so heftig reagieren und andererseits durch Aktives Verstehen der Sicht des „gewalttätigen“ Klienten diese Reaktionen deuten und meist sogar von vornherein abschwächen können.

Thema C): „Ich verstehe Dich!“ Mäeutik: Erlebnisorientierte Pflege nach Cora van der Kooij
“Mäeutik” kommt aus dem Griechischen und bedeutet “Hebammenkunst”. Durch eine spezielle Gesprächsmethode, die in der Philosophie des Sokrates wurzelt, sollen alle Schätze an Lebensweisheit und intuitivem Wissen gehoben und in die Pflege- und Betreuungsarbeit integriert werden.
Mäeutik in der Pflege steht für einen Prozess des Bewusstwerdens. Was es zu „erlösen“ gilt, ist die bewusste Pflege- und Betreuungsqualität. Das Mäeutische Modell basiert auf den Talenten und Fähigkeiten, die wohl bereits in den helfenden Berufen vorhanden sind, derer sie sich jedoch noch nicht hinreichend bewusst sind.
In den beiden Tagen erhalten Sie erste Eindrücke in die Grundgedanken der Mäeutik und lernen so Ihre eigenen Fähigkeiten und Talente kennen, die Sie bislang für die alltägliche Betreuung von älteren Menschen unbewusst einsetzen.

Thema D): „Ich bin immer noch ich“ – Personenzentrierter Ansatz nach Tom Kidwood
„Wie können wir der dementen Bewohnerin helfen?“ Diese täglich gestellte Frage führt uns schnell auf den falschen „Betreuungs-Weg“: Ist der Hauptaspekt dieser Bewohnerin tatsächlich, dass diese dement ist? Oder … dass diese die Rolle einer Bewohnerin erfüllen muss?? Tom Kidwood betont hingegen, dass zuerst die Person in Ihrer Einzigartigkeit gesehen werden muss, bevor man dann weiter überlegt, ob eine Beeinflussung / Manipulation (wir nennen es „Helfen“) wirklich angemessen ist. Die systematische Einschätzung rund um die Person kann gemäß Kitwood mit dem Instrument „Dementia Care Mapping“ (DCM) vorgenommen werden. Hintergründe zu Kidwoods Ansatz und Analyse von alltagstypischen Situationen werden in den beiden Tagen praxisnah vermittelt.

Weitere Themengebiete:
• (Thema F) Umgang mit Sterben, Tod und Trauer
• (Thema G) Wie gestalte bzw. entwickle ich Betreuungskonzepte für meine Einrichtung, und stelle diese angemessen schriftlich dar.
• (Thema H) „Dokumentation – Fluch oder Segen?” – Rechtliche und pflegewissenschaftliche Hintergründe. Was soll wo und wie dokumentiert sein?
• (Thema I) Konstruktive Konfliktlösung und Deeskalation bei „Begegnungsstörungen“ innerhalb des kollegialen Teams bzw. mit externen Personen (Angehörige, Klienten, andere Berufsgruppen …)
• (Thema J) Die Bedeutung eines gut funktionierenden Teams für die Pflege- und Betreuungsqualität. Wie trage ich selbst zu einem guten Team bei?
• (Thema K) Portfolio für Kreatives Gestalten als Angebot für orientierungsveränderte Menschen
• (Thema I) Erinnerungspflege bei Menschen mit dementiellen Veränderungen
• Weitere Themen in Absprache möglich

Unsere Dozentenqualifikationen
• Diplom-Pflegemanagement (FH)
• Lehrerin für Pflegeberufe
• Pflegepädagogik (FH)
• Kinästhetik
• Konflikttraining
• Langjährige Führungserfahrungen auf Heimleitungs- und Pflegedienstleitungsebene
• Langjährige Berufserfahrung als Pflegefachkraft (Altenpflege, Krankenpflege)

 


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